Mantrailer

dscf3710Der Mensch steht 24 Stunden in einer “Geruchssäule” die bei den Füßen beginnt und ca. 40 cm über dem Kopf endet. Diese Geruchssäule besteht aus kleinst Geruchspartikeln die durch die Körperwärme nach oben steigen.Die Geruchspartikel fallen nicht einfach zu Boden wie ein Stein und bleiben dort liegen. Sie werden durch unsere Bewegung und den Wind verwirbelt und können so, sehr viele Meter weit von der eigentlich Laufspur sein.

Sie haften z. B. auf der anderen Straßenseite an einer Mauer, weil sie vom Wind dorthin getragen wurden, der Mantrailer findet sie.
Jeder Mensch hat seinen eigenen, individuellen Geruch, er ist genauso einzigartig wie ein Fingerabdruck. Es geht also nicht nur um den Körpergeruch den auch wir riechen können, wie z. B. Schweiss oder Deo, sondern eher um den Geruch der aus dem Körperinneren kommt. Mit Hilfe des Geruchsartikels der zu suchenden Person kann der Hund die Richtung erschnüffeln in die die Person gegangen ist. Etwa wie beim Memmory, man deckt eine Karte auf und muss das Gegenstück finden, nur das der Hund wesentlich schneller im finden ist. Hat er den passenden Geruch gefunden folgt er ihm wie einem, für uns nicht sichtbaren, roten Faden.

Es ist sehr wichtig beim Trailen auf Thermik, Windrichtung und Wetterlage zu achten.  Oft wird gesagt das Mantrailer fast das selbe sind wie Fährtenhunde.
Der Unterschied besteht darin das der Fährtenhund sich hauptsächlich an der Bodenverletzung orientiert, die es in einer Stadt auf Asphalt nun mal nicht gibt und er bekommt keinen Geruchsartikel.

dscf3728Am Ende der Fährte ist die Belohnung, die aus Futter oder Spielzeug besteht. Der Hundeführer kann für seinen Hund die Fährte selber legen, aber er kann keine Trail für seinen Hund gehen.
Beim Mantrailer ist am Ende der Trail eine Person, zumindest im Training, im Einsatz sieht das oft anders aus. Nur dann ist nichts am Ende der Trail, der Hund zeigt dann ein “Negativ” dieses muss mit dem Hund speziell trainiert werden. Ein Negativ wird dann angezeigt wenn die Geruchsspur abgerissen ist, z. B. weil die Person in einen Zug oder in ein Auto gestiegen ist.

Die Ausbildung zum Mantrailer ist sehr Zeitaufwendig und Komplex. Die Trails für den Hund müssen sorgfältig geplant werden, manchmal einen Tag vorher.
Dennoch macht es viel Spaß, man kann seinen Hund geistig auslasten und es spielt keine Rolle ob man für zukünftige Einsätze trainiert oder einfach nur “Just For Fun”.

Welcher Hund eignet sich eigentlich ?
Eigentlich jeder, es kommt auf den Hund selbst an, wenn er Spaß am Suchen hat sollte es kein Problem sein. Am Anfang sollte man auch nicht zu viel Erwarten, sich lieber über die kleinen Fortschritte freuen und diese Sichern und Festigen.
Grundsätzlich muss der Hund aber gut Sozialisiert sein, auf fremde Menschen und Artgenossen. Der Hundeführer muss gut zu Fuß sein.
Ein Trail kann lang sein und es gibt Hunde die am liebsten im Trab suchen, da heisst es ……Jogging.